06.04.2015 Mein Weg auf dem Wildnis Trail „Etappe 1“

Nun bin ich bereits 3 Tage wieder zu Hause von meiner 4 tägigen Wanderung auf dem Wildnis Trail im Nationlapark Eifel. Die letzten Tage habe ich mich sehr zeitaufwendig mit der Erstellung eines Videos beschäftigt und werde euch heute einige Bilder von meinen Streifzügen und Eindrücke zeigen.

Karte-gesamt

Vorab es ist doch ein wenig anders gekommen als ich geplant habe. Der Orkan „Niklas“ hat mir ein wenig die Tour vermiest. Aber dennoch gab es Eindrücke und Erfahrungen, die ich nicht mehr missen möchte.

Am 30.03.2015 bin ich morgens um 7:30 Uhr von zu Hause aus los, im Kofferraum mein Reisegepäck, u.a. der Rucksack mit 12 kg Gewicht, alternativ meine Wanderstöcke und zusätzlich noch mein selbst gemachter Wanderstock, mit dem ich am liebsten unterwegs bin.

Kofferraum

Nach einer 3/4 Stunde Autofahrt erreiche ich das Ziel in Monschau Höfen, dem Nationalparktor Höfen und dem Startpunkt der gesamten Tour und der ersten Etappe. Das folgende Bild zeigt die Route die ich am ersten Tag gegangen bin.

Etappe-1

Vorab ist zu bemerken, das ich auf Grund des Orkans „Niklas“, der am 31.03.2015 über Deutschland wütete, nur die erste Etappe komplett wandern konnte, wie sie ausgeschildert ist. Der Sturm und die Schäden, die an den folgenden drei Tagen daraus resultierten, habe mich dazu bewegt, einige spontane Änderungen einzuplanen. Diese erste Etappe war gekennzeichnet durch Wildnis pur und ich habe auf der gesamten Strecke von 24,37 km von Höfen bis Einruhr nur einen Mitmenschen getroffen und dies auf der Dreiborner Höhenfläche am Beginn des „Schöpfungspfads“ auf der Hälfte der ersten Etappe.

Am Nationalpark Tor wurde das Auto abgestellt, Nationalpark-Tor-Hoefendie Schuhe geschnürt, den Rucksack und Stock genommen und es ging um 8:30 Uhr los, um für knapp 7 Stunden gemütlich unterwegs zu sein. Zugegeben das Wetter sah nicht wirklich einladend aus, aber was nützt jammern –  da musste ich jetzt durch. Ich hatte mich schließlich schon seit Wochen auf die viertägige Auszeit gefreut.

Auto

Nach 500 Metern erreiche ich den Waldrand und es geht durch einen dichten Fichtenforst abwärts zum Uferrandweg der Perlbachtalsperre.

1.-Hinweis

Fusspfad

Der Uferrandweg ist nach weiteren 500 Meter erreicht.

UferrandwegEs geht nun für 750 Meter in Richtung  des Naturschutzgebiets Perlenbach-/Furthbachtal bis zur Perlenbacher Mühle, die 1805 erbaut wurde. Der Müller betrieb neben der Mühle auch eine Gaststube, in der Gäste bei Schnaps und Kartenspiel die Wartezeit überbrückten, bis das Getreide fertig gemahlen war.

Infotafel-Muehle

Nach der Überquerung der K25 geht es ins Perlenbach-/Fuhrtsbachtal.

2.-Hinweis

3.-Hinweis

An dieser Weggabelung machen ich einen kurzen Schlenker zu einem Bunker, der ganz in der Nähe der Wegführung steht.

Weggabelung

Das Gebiet rund um Monschau war gekennzeichnet von erbitterten Kämpfen im zweiten Weltkrieg und man findet in dieser Region immer wieder Zeitzeichen dieser Epoche.

Bunker

Im weiteren Verlauf beginnen die großen Wiesenflächen, die ab Mitte April mit tausenden Narzissen übersät sein werden.

Maehwiesen

Maehwiesen_2

Die ein oder andere vereinzelte Narzisse läßt sich allerdings bereits blicken.

Narzisse

Die gesamte Strecke ist gut beschildert und kann mühelos ohne Karte oder GPS gegangen werden, da auf den gesamten 85 km das Symbol der Wildkatze einem den Weg zeigt.

4.-Hinweis

In den vielen Tümpeln entlang der Strecke, auf die ich immer wieder stoße, beginnt langsam das Leben. Die ersten Frösche sind unterwegs.

Teich

Hier geht es rechts ab, stetig bergan in Richterung Parkplatz Wahlerscheid, dem höchstem Punkt des Wildnis Trail mit 630 m. Der Weg grenzt an freien Wiesenflächen, die von Fichtenbeständen befreit wurden und auf denen nun Birken beginnen zu wachsen.

5.-Hinweis

Nun links ab

6.Hinweis

Tafeln erklären in verschieden Sprachen die Geschichte nach dem 1. Weltkrieg auf diesem Pfad.

Geschichte

Als ich am Parkplatz Wahlerscheid ankomme zeigt sich tatsächlich kurz die Sonne und ich nutze die Gelegenheit für eine Rast. Ab diesem Parkplatz werden geführte Wanderungen mit einem Ranger vom Nationalpark Eifel angeboten. Das Symbol mit dem Rangerhut weist hier darauf hin.

Parkplatz-Wahlerscheid

Ab dem Parkplatz geht es nun weiter talwärts, entlang an einem breitem Tal, mit viel Fichten und Tannenbeständen und dem ein oder anderem Vorboten vom Sturm Nikals, der am folgenden Tag hier wüten wird.  Es gibt bei der Tour bereits böige Winde, die diesen Baum bereits umgelegt haben.

Vorbote-Niklas

Auf der gesamten Wildnis Trail Strecke wird immer wieder die Besonderheit der Landschaft erklärt.

Landschaftshinweis

Immer wieder zeigt der Himmel bedrohliche Varianten. Es wechselt ständig zwischen leichtem Graupelschauern und kurzen sonnigen Abschnitten bei einem unangenehmem Wind.

bedrohlichen-Wetterstimmung

Manch Baum hat wohl schon einige Jahre hinter sich.

alter-Baum

Dann treffe ich wieder auf wilde Bachläufe, die dem Weg einen besonderen Charakter geben.

Bachlauf

große Steine als natürliche Hilfe über den Bach zu kommen

natuerliche-Hindernisse

Dann geht es wieder bergan zur Dreiborner Höhenfläche und ich treffe auf den Schöpfungspfad.

Tafel

Es geht nun auf das letzte Teilstück. Nach einem weiteren kurzen Anstieg vorbei an Ginsterbüschen nur noch bergab über Feldwege, offene Wiesen, aber auch engen Pfaden an Felsen vorbei.

7.-Hinweis

8.-Hinweis

 

Tafel-2

dann sind die letzten Meter auf dem Pfad genommen und ich komme in der Talsohle bei Erkensruhr an

kurz-vor-Erkensruh

bald schon erreiche ich den Ort

Ortstafel

auch hier im Ort gibt es einen Treffpunkt für Wanderungen geführt durch einen Ranger

Rangertreffpunkt

beispielhaft für viele feuchte Stelle im Nationalpark dieses Feuchtbiotop

feuchte-Stelle

mit der Ankunft in Einruhr endet die erste Etappe des Wildnis Trail und ich gönne mir eine Dusche in meinem Quartier im Hotel am Obersee. Wie es dann in den nächsten Tagen weiterging folgt in den kommenden Tagen.

Ortsschild

4 Gedanken zu „06.04.2015 Mein Weg auf dem Wildnis Trail „Etappe 1“

  1. wegfinder Beitragsautor

    Hallo Axel,

    ja das stimmt. Die zweite Etappe konnte ich nicht gehen. Das war mir nicht geheuer. Ansonsten habe ich trotz des schlechten Wetters das Beste draus gemacht und bin auf meine Kosten gekommen und um eine Erfahrung reicher.

    Schönes Fest noch

    LG Michael

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  2. Dorit

    Hi, ich bin ja noch vom alten Schlag….erst die normale Mail, dann setzt das Hirn ein: natürlich hast du alles schon dokumentiert auf deiner persönlichen Seite,
    Am Montag war ich mittags in Einruhr und rund um den Obersee.
    Am Dienstag am Perlenbachstausee und den kl. Rundweg gemacht : mit Regen und am Kaffeetrinken bei Mäggie..
    Diesen Weg muss ich nochmal gehen, denn wie du schon erzähltest, der „Niklas“ hat dazwischengefunkt. Es war mir schlicht weg zu gefährlich….
    lg Dorit.

    Antworten
    1. wegfinder Beitragsautor

      Hi Dorit, Obersee habe ich letztes Jahr Rosenmontag gemacht. Perlbachstausee ist immer eine Wanderung wert. Nur bei besserem Wetter. 😉

      LG Micka

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